Kindheit

Endlich im Verein

Ich war ungefähr 6 Jahre alt, als ich mit dem Fußballspielen begonnen habe. Auf dem Pausenhof in der Grundschule hieß es damals: 4. Klasse gegen den Rest. Voller Begeisterung stürmte ich bei jedem Pausenklingeln raus auf den Fußballplatz, um als Erstklässler „den Großen“ zu zeigen, was ich drauf hatte.

Als Fußballfanatiker wollte ich dann mein Talent nicht nur in der Schule, sondern auch in meiner Freizeit unter Beweis stellen. Als jüngstes von drei Kindern verbrachte ich die meiste Zeit meiner Kindheit zusammen mit meinen beiden älteren Brüdern auf dem Bolzplatz gleich neben unserem Zuhause.

Meine Mutter war so ängstlich, dass sie mich nur in Begleitung eines meiner Geschwister aus dem Haus ließ.  Zwar konnte ich mich deshalb nur selten mit Freunden treffen, aber dafür habe ich ständig mit meinen Brüdern und ihren Freunden Fußball gespielt. In dieser Zeit lernte ich mich durchzusetzen und entwickelte meinen Ehrgeiz.

Meine Mutter war strikt gegen das Fußballspielen. Sie hatte Angst vor Verletzungen. Deshalb spielten wir heimlich. Aber spätestens als wir mit zerrissenen Hosen und durchgeschwitzten Klamotten zu Hause ankamen hat sie es gemerkt und ordentlich geschimpft. Das war die schönste Zeit meines Lebens.

Jetzt wollte ich auch unbedingt in den Fußballverein, doch meine Mutter war natürlich dagegen. Mir blieb nichts anderes übrig, als heimlich zu trainieren. Das Training bei Eintracht Rellingen machte mir riesigen Spaß, doch der Trainer bestand, nachdem ich schon einige Wochen regelmäßig mittrainiert hatte, auf einer offiziellen Anmeldung.  Mein Vater war zu der Zeit beruflich sehr eingespannt und mochte mir die Bitte nicht abschlagen. Er meldete mich an. Für mich ging ein kleiner Traum in Erfüllung. Ich fand es  toll, meinen Freunden sagen zu können: „ Ich gehe heute zum Fußballtraining“. 

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